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1990 begann der Abstieg.

Die Amerikaner von "Data Access Corp." waren mit unserem Wachstum nicht zufrieden. Und so planten Sie eine eigene deutsche Niederlassung. Ein bis dahin nicht sonderlich erfolgreicher Manager und Programmierer sollte Anfang 1990 Chef von der neuen Data Access Deutschland GmbH werden. Wir haben dem Chef von DAC, Chip Casanave in Miami unsere starken Bedenken gegen diese Person vorgetragen, es hatte nichts genutzt.

 

Als dann auf der Systems im Herbst 89 kleine Holzklötzchen an die Presse verteilt wurden, auch noch zusammen mit einer veralteten Dataflex 2.3b Testversion für DOS, da war der Lacher bei der Fachpresse vorprogrammiert. Auch der von uns zur Verfügung gestellte ganz neue SONY Video-Beamer (damals war das noch etwas Besonderes) und unsere allen bekannte Stand-Mannschaft samt Erfahrung und Kompetenz konnten da nichts mehr herumreißen. Dazu redete auch alle Welt nur noch von dem neuen Windows und wir hatten nur eine extrem instabile Beta-Version.

 

Ein überhebliches Vertriebsgebahren der Data Access Deutschland "ala IBM", eine "neue" unattraktive Preisstruktur und eine große Vielzahl weiterer Marketing Flops mit einem nimmer fertig werdenden Release 3.0 läuteten den Abstieg ein. Und die Buschtrommel war damals schon gut, so hatte sich das (negative) "Neue" in Windeseile bei Kunden und Freunden unseres Hauses herum gesprochen.

 

Zum Jahresende 1990 hatte sich der aktive Kundenkreis von RDE und DAD (Data Access Deutschland) bereits auf die Hälfte reduziert. Das bekamen wir hautnah mit, wenn langjährige Kunden uns mitteilten, daß Sie das Produkt DATAFLEX jetzt mit Akrebie ersetzen werden. Wir von RDE hatten inzwischen mit den französischen Kollegen kooperiert. Aber der Schaden beim Image war nicht mehr wett zu machen.

 

Als diese Herr A. D....... dann endlich im April 1993 gefeuert wurde (er hatte illegale NOVELL-Versionen auf den DAD Firmen-Servern), war der Karren so weit in den Dreck gefahren, daß auch das energische Bemühen seines Nachfolgers das alles nicht mehr gut machen konnte. Bis dahin hatten wir laut unseren Unterlagen 12 völlig verschiedene DATAFLEX Versionen 3.0a - 3.0xx erhalten, deren Letztere wir dann gar nicht mehr ausgepackt hatten.

 

Am 1. April 1994 haben wir bei RDE mit einer kleinen "Trauerfeier" mit Kuchen und Sekt unser Kind DATAFLEX als letzten April-Scherz endgültig begraben. Im Dezember 2000 wurde das Büro der Data Access Deutschland in Bad Homburg ebenfalls endgültig geschlossen.

 

Hier ein Dank an Herrn Folkert Klemme, der unermüdlich mit großen Engagement die Zeit von Ende 1992 bis zum bitteren Ende im Dezember 2000 durchgestanden hat.

 

Wir von RDE haben das Disaster überlebt, denn wir hatten und haben viele neue Ideen. Und es hat sich im Nachhinein als richtig erwiesen, nicht mit den anderen bis zum bitteren Ende auszuharren.

 

Im Rückblick können wir festhalten, daß es schon von allen Seiten wirklich knüppeldick kommen mußte, um so ein geniales Produkt wie DATAFLEX 2.3b aus dem Markt zu werfen. Sie können ja mal selbst herausfinden, ob Sie auf dem Software-Markt von DATAFLEX noch irgend etwas Nennenswertes hören.

 

Schade.

 

Ein Nachtrag auf Seite 10 :

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