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Es ist ja "soooooo" einfach, ein Unternehmer zu sein, da mußte es einfach mal zusammengefaßt werden, wie "man" es so erfolgreich macht oder gemacht hat.

Die 10 besten Tips zum erfolgreichen Unternehmer,

Ordnung ist das halbe Leben

entnommen aus diversen kostenlosen und zu bezahlenden IT Zeitungen und Magazinen, die eigentlich fast keiner kennt, die uns aber wöchentlich kostenlos ins Haus flattern. (Übrigens, wir heizen mit Öl.)

1. Fühlen Sie sich gut aufgestellt.

Es ist völlig wurscht, wo und wie, Hauptsache ist, Sie fühlen sich und Ihr Unternehmen gut aufgestellt. Also "im Markt" oder "am Markt" sollten Sie sich gut aufgestellt fühlen. Ihr wirkliches bzw. echtes zum Beispiel mulmiges Gefühl (im Bauch) spielt dabei überhaupt keine Rolle.

2. Fühlen Sie sich gut positioniert.

Auch hier gilt, egal wo Sie früher gestanden haben und wie komfortabel Sie jetzt "in Position" stehen, selbst wenn es kurz vor dem Abgrund oder dem Ruin ist, fühlen Sie sich einfach gut positioniert. Selbstverständlich sind auch alle Ihre Produkte insgesamt gut positioniert. Und wichtig ist, alle Ihre Produkte und Dienstleistungen bekleiden stets ausnahmslos Spitzenpositionen am Markt.

3. Sie haben mindestens einen Testsieger im Programm.

Das kann z.B. Ihre Katze sein, die am schnellsten alle Pferde von der Koppel gejagt hat oder sonstwas, ist völlig wurscht. Hauptsache Sie können auf der Frontseite Ihrer Hauszeitschrift und in allen Ihren Anzeigen in riesigen Lettern das Wort "Testsieger" dick und fett quer drüber legen. Im Kleingedruckten können Sie das dann alles wieder "relativieren". Im Notfall lassen Sie sich von einer befreundeten Firma testen und als Sieger erklären. Wenn das nicht klappt, machen Sie einfach eine zweite Firma auf, die Sie dann testet. Sowohl namhafte als auch weniger seriöse deutsche Großunternehmen haben das erfolgreich vorgemacht. Einige haben sogar einen ganzen Verlag dafür gekauft.

 

Und haben Sie dennoch keinen Testsieger, warum auch immer, so generieren Sie mindestens einen Klassenbesten, dieser Ausdruck ist sogar "gerichtsfest", da kann Sie wirklich keiner verklagen. Denn die Klasse, die definieren natürlich Sie.

Am 6.2.2006 geschrieben und schon angekommen.

Die Idee zu dieser Seite entstand nach der Lektüre von 3 ziemlich einfallslosen (und beinahe) blöden EDV Fachhandelszeitschriften, denen wir die Existenzberechtigung ganz einfach absprechen. Und siehe da, wir haben den 9.2.06, es funktioniert. Erstaunlicher Weise sogar zu sehen auf der Homepage unserer Hausbank. Mal sehen, wann die anderen Sprüche auch noch folgen.

4. Blicken Sie "verklärt" in die Zukunft.

Beispiel: 2,5 Millionen VOIP Teilnehmer können sich nicht irren, denn täglich kommen 150.ooo neu dazu. Erklären Sie, daß Sie jetzt und Heute den Markt völlig neu aufrollen werden und prognostizieren Sie Umsatzsprünge von mindestens "plus" zwanzig Prozent, nicht weniger. Sonst glaubt Ihnen das keiner.

 

Philosophieren Sie über die Expansion in Europa und der Gegend drum rum (Fachleute sprechen wichtig von EMEA), prognostizieren Sie fachmännisch fiktive Umsätze der nächsten 5 Jahre für den Gesamtmarkt, von dem Sie dann den bescheidenen Anteil von ca. 40% ab haben wollen. Vergessen Sie nicht, die 2 Milliarden Chinesen und die 1 Millarde Inder in Ihr Kalkül mit einzubeziehen und wenn Sie es ganz besonders progressiv betrachten, dann umschlingen Sie auch das gesamte Afrika mit Ihren Hightech Produkten, die dann jeder der 800 Millionen Afrikaner unbedingt benötigt.

 

Und niemals kleckern, immer klotzen, vor allem mit Zahlen, je gewaltiger, desto glaubwürdiger.

5. Sprechen Sie nur noch "im Trend".

Also, wenn Ihre Produkte niemand mehr will, dann reduzieren Sie die Produktvielfalt (nennen Sie es lieber trendig Ihr "Portfolio") auf etwa 10% und nennen das die Konvergenz auf die Kernkompetenzen des Unternehmens.

 

Müssen irgendwelche unverkäuflichen alten Gurken aus dem Lagerbestand endlich verscherbelt werden, so initiieren Sie mit großem Tamtam "einen multimedialen Relaunch" zum "absolut einmaligen Super Sparpreis", selbst, wenn das Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist. Und verlängern Sie diese Aktion so oft, bis auch die letzte Kiste vom Hof ist. Möbelhäuser machen das inzwischen Woche für Woche seit Jan 2005 erfolgreich vor. Vermeiden Sie jegliche Aussage, warum Sie das alles nicht schon früher gemacht haben (und warum es nicht aufhört). Im Notfall ordern Sie sogar diese Gurken noch einmal nach.

 

Haben Sie inzwischen zu viele Mitabeiter, so nennen Sie das Entlassen (oder Feuern) der überflüssigen Menschen einfach die konvergente Verschlankung des Unternehmens oder die Konvergenz von suboptimalen Prozeduren hin zu modernen Geschäftsprozessen.

6. Melden Sie nur noch Umsatzsteigerungen, Gewinn- steigerungen und sonstige Steigerungen usw.

Und geben Sie diese Steigerungen immer in Prozent an, nie in nachvollziehbarer harter Währung. "Jemand" könnte Ihnen diese Presseinfo nach ein paar Jahren mal unter die Nase reiben. Übrigens kann solch eine -Umsatzsteigerung ruhig mal ein klammheimliches "Minus" davor stehen haben. Es merkt sowieso solange keiner, wie Sie das Hauptwort immer dick und fett schreiben.

 

Quillt Ihr Lager einmal über, so haben Sie die Verfügbarkeit Ihrer gefragten Produkte bei reißendem Absatz klug vorausschauend an den steigenden Bedarf des wachsenden Marktes angepaßt.

 

Nichts davon ist wahr, macht aber nichts. In diesen von Lügen verseuchten Wirtschafts- Nachrichten können Sie Tag und Nacht "Scheiße" erzählen, leider oder glücklicherweise. Es wird nachweislich und unverändert in fast allen Wirtschaftsblättern der kleinen Vorstadtzeitungen und sogar in den größeren Stadtnachrichten abgedruckt, wenn Sie es geschickt bis zu "dpa" durch "lanciert" haben.

 

Erinnern Sie sich an den grandiosen Aufstieg (und Fall) von "Pixelpark" oder von "Intershop" (dem einstigen Vorzeigeunternehmen der ostdeutschen Gründerszene), den Highflyern der Internet Hype ? Und dann diese Siegesmeldung (Feb. 2006): Bei einem "Intershop- Umsatz" von wiederum gesteigerten 17,8 Millionen wurden nur noch (läppische, anscheinend vernachlässigbare) 8,9 Millionen (also fast neun Millionen) Verlust geschrieben. Und es gibt immer noch hunderte von solchen Beispiel- Meldungen. Und es sind keine Scherze. Einige davon (also die Pressenotitzen von "dpa") haben wir für unser "curiosus" Archiv aufgehoben.

7. Erfinden Sie eine Anlaufstelle für "Konvergenz-"willige

Fördern Sie Teamgeist, benutzen Sie dabei Konvergenz als das Zauberwort. Im Jahr 2000 zum Beispiel war das Zauberwort ein (so ganz nebenbei) hingeworfenes Wort wie "Internet" oder "Onlineshop" und damit bei jedem Kreditgespräch der Türöffner für Investment Millionen (zum Verbrennen). Heutzutage zählt nur noch Konvergenz, die müssen Sie haben und anbieten. Es ist völlig wurscht, was, wohin und wer, es muß nur konvergent sein oder so klingen.

 

Auch Ihre Produkte müssen im Moment konvergent sein oder Konvergenz bieten. Formulieren Sie Ihre Werbetexte so, daß Sie diese konvergenten Sprüche nach 3 Jahren leicht wieder durch neue Andere (Konvergenzien) ersetzen können.

8. Entdecken Sie "den Channel"

Sind Sie selbst zu "unerfolgreich" im Vertrieb, also haben Sie nur einen "suboptimalen Verkaufserfolg", dann entdecken Sie ganz plötzlich und völlig unerwartet "den Channel". Das sind die modernen Hilfswilligen (also Händler oder Wiederverkäufer), die Ihr persönliches eigenes (besser gesagt mangelhaftes) Potential an Verkaufstechnik aufbessern sollen.

Und dazu generieren Sie ein völlig absolut neuartiges Channel Programm (das können Sie in allen Variationen von vielen anderen sehr leicht abschreiben), bei dem "diesem Channel" höchste Margen im harten Wettbewerb versprochen oder garantiert werden. Setzen Sie höchste unerreichbare Ziele und Provisionen in Bezug auf gigantische Umsätze (und freuen Sie sich, wenn 2% bis 3% davon wirklich erreicht werden).

 

Große Firmen (wie IBM) haben es Ihnen bereits erfolgreich vor gemacht. Klappt der Channel nicht, schmeißt man ihn einfach wieder raus. Klappt jedoch der dann folgende Direktvertieb auch nicht, baut man ihn wieder auf, "den Channel". Klappt das nach 5 Jahren wieder nicht mehr, dann schmeißt man ihn wieder raus, ist doch ganz einfach oder ? Der Zyklus liegt zwischen 3 und 5 Jahren und klappt super, jedenfalls für Sie.

 

Übrigens, die Autofirmen schmeißen gerade im Moment fast alle ihre Händler raus. Auch HP baut gerade den Direktvertrieb zu Lasten des Channels wieder mal um oder auf.

 

Aber das sind natürlich alles nur Legenden und Gerüchte, selbst wenn sie in den "Channel-Zeitungen" Woche für Woche immer wieder abgedruckt werden.

9. Sie müssen "punkten", immer und jedes Mal.

Erfolgreiche Unternehmen "punkten" immer, egal wo und wie, mit den Produkten, den Mitarbeitern, ihren Kunden oder Lieferanten oder ihrem Standort oder mit der örtlichen Müllabfuhr. Es ist wichtig, diese klischeehafte Formulierung von Ex-Tennisstar Boris Becker zu benutzen, denn ein Punkt wird immer gemacht. Also wenn Sie "punkten", dann geben Sie vor bzw. suggerieren, sie hätten Punkte "gemacht".

 

Kontrollieren kann und will das sowieso keiner, aber es klingt schon mal gut und darauf kommt es an. Aber !! "Punkten" Sie nicht mit "der vorübergehenden negativen Auswirkung der Neuaufstellung des Unternehmens, die jetzt abgeschlossen sei". Man könnte leicht einen Konkurs vermuten oder den Ihren erwarten.

10. Der Hammer : "Durchstarten" heiß die letzte Lücke.

Das ist quasi Ihr rethorischer Hoffnungslauf. Wenn Sie um alles in der Welt eine (völlig nichtssagende aber) gewichtige Firmenmeldung brauchen, dann "starten Sie einfach durch". Das lautet dann so: "Firma XXYYZZ im Janur 2006 mit vollem Elan durchgestartet."

 

Ist doch komisch, nicht ?, durchstarten müssen eigentlich nur verrottete klapprige Flugzeuge oder ausgemusterte, abgeschlaffte oder abgehalfterte Piloten, wenn die Landung aus irgendwelchen Gründen NICHT mehr geklappt hatte. Und die sichere Landung ist nun mal der krönende Abschluß eines erfolgreichen Fluges und keines Flops oder ?

 

Dennoch, in der rethorischen Wirtschaft starten unerfolgreiche Erfolgsfirmen immer wieder durch, manche sogar öfter. Gerade (nahzu vermögenslose) Aktiengesellschaften, die ja alle 3 Monate irgendetwas schreiben (melden) müssen, profilieren sich jedes Mal mit dem "Durchstarten" im neuen Quartal.

 

Also, wenn nichts mehr geht, dann starten auch Sie durch. Und nun viel Erfolg. Es kann überhaupt nicht schief gehen. Sie sind doch lernfähig und lernwillig . . . oder ?

 

 

Haben Sie genug gelernt ?

Übrigens, da haben sich gleich ein paar (???, ja wer eigentlich ??) beschwert, sie hätten bereits ein Patent (oder mehrere Patente) auf die eine oder andere der oben genannten glorreichen Idee bzw. Formulierung.

 

Dabei waren diese Ideen genau solcher Schwachsinn wie die oben geschilderten Tips, die inzwischen allesamt abgedroschen und durchsichtig und vor allem unglaubwürdig sind.

 

Wir haben hier absichtlich keine der drei Zeitungen (die wöchentlich erscheinen) namentlich genannt. Aber man lernt ja nie aus. Ihr RDE Team.

Nein, noch nicht ? Na dann erklären Sie sich zum Aufsteiger oder zum zukünftigen Marktführer.

Tip 11: Also, Sie streben als Aufsteiger die neue beherrschende Marktposition an. In Teilbereichen seien Sie mit 50% bereits der Marktführer. 50% wovon eigentlich ? Aber das macht auch nichts, es klingt überwältigend, wie erfolgreich Sie bereits sind.

 

Alle Kunden reißen nur noch den Mund auf und staunen und kaufen wie blöd bei den beiden super großen Möbelläden in Ffm Höchst und in Weiterstadt.

 

Nachtrag Dez 2010 - Geben Sie ab heute auf alles 10 Jahre Herstellergarantie

Sie müssen ja nicht so laut herausschreien, daß der Hersteller seinen Hauptsitz auf den Bonga-Bonga Inseln im Südpazific hat und die Kunden im Falle eines Falles dorthin anreisen müssten (wenn da überhaupt noch jemand da ist).

Das beste Beispiel sind die eigentlich super tollen und ehemals preiswerten 22" TFT Flachbildschirme der Firma NOVITA, die mal über den Discounter PLUS verkauft wurden, mit vollen langen 3 Jahren Herstellergarantie - natürlich. Nur, da ist aber seit 2009 keiner mehr. Und was nun ?

Ganz einfach, die Garantie hat sich aufgelöst.


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