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Es ist kaputt. Dann war es Übespannung ?

Cisco Router Ausfall angeblich durch Überspannung

Bei den meisten Versicherungsvorfällen in unserer Branche wird Überspannung angegeben. Es scheint ja so einfach, zu sagen, es hatte geblitzt und nun ist alles kaputt. Auch war keiner dabei und wir sind ja versichert. Das verlockt bzw. "animiert" zum Schummeln bzw. zu so mancher "Falschaussage". Ein Spezialist kann so manchen "Irrtum" aufdecken, also wägen Sie sehr genau ab, ob "Alles" und "Jedes" ein Fall für die Schwachstromversicherung ist.

 

Auch gutmütige Naturen von Ingenieuren erkennen relativ sicher, war es "nur" Unkenntnis oder schon eine Lüge oder gar vorsätzlicher Betrug ?

 

 

Wir von RDE sind da nicht "so"gutmütig, eher ingenieurmäßig penibel und gewissenhaft. Gutachten mit vorbestimmten "Tenor" (sogenannte Gefälligkeitsgutachten) sind bei uns leider nicht erhältlich. (Wir sind ja vielleicht bestechlich, aber dann bitte mit über 5 Millionen Euro und bitte bar per Vorkasse im "schwarzen Bonner Politiker- Koffer").

 

Das hier rechts ist auch kein Überspannungssschaden. Das ist ein Motor- Steuerbaustein von einem DLT-Servo-Motor, der durch Überlastung abgebrannt ist. Da kommt einfach kein Blitz hin.
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Wo treten Überspannungen wirklich auf ?
Hier ein paar Beispiele :

  • An Datenkommunikationsgeräten mit LAN / WAN Verbindungen insbesondere außer Haus. Das können z.B. Router, ISDN-Karten, DSL Modems sein. (jedoch seltenst bei Glasfaser bzw. Coaxial Verbindungen)
  • An Kommunikationsgeräten mit Antennen, die außen am Gebäude angebracht sind.
  • An Video-Überwachungsanlagen mit aussenliegenden Kameras.
  • An Telefonanlagen mit langen Leitungen zu aussenliegenden Nebenstellen.

 

Wo treten Überspannungsprobleme seltenst auf ?
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  • An PC-Arbeitsstationen
  • An Mäusen
  • An Tastaturen
  • An Bildschirmen und Displays
  • An LAN Servern ohne WAN Anschluß
  • An Datensicherungsgeräten, DAT oder DLT/S-DLT/LTO Laufwerken
  • An externen Festplatteneinheiten
  • An Scannern aller Art

 

Das sind nur Beispiele und Bilder aus dem Bereich Technik, weitere folgen noch.

Ein paar Beispiele für unsere Diagnosen:

Ein sehr häufiges Symptom bei SCSI Geräten ist das Versagen der SCSI Schnittstelle im angeschlossenen Gerät, zum Beispiel einem DLT oder S-DLT oder LTO oder DAT Bandgerät. Des Rätsels Lösung ist hierbei ganz einfach. Alle Hersteller ohne Ausnahme schreiben vor, daß beim Zusammstecken des SCSI Kabels von einem Server oder PC an ein externes Gerät mindestens eines der beiden Geräte abgeschaltet sein muß ( wirklich, es muß !! ).

 

Die Erfahrung sagt, die haben einen guten Grund und sie haben Recht. Eigentlich sollten beide SCSI Geräte ausgeschaltet sein, um auch kleine statische Spannungsunterschiede nicht durch einen Blitz "auszugleichen". Dieser "Mini-"Blitz killt jeden 5 Volt Chip auf einem der beiden SCSI Interfaces, je nachdem, welches Ende zuletzt gesteckt wird.

 

Selbstverständlich ist das ein Überspannungsfehler, aber es ist auch vorsätzlicher Versicherungsbetrug. Es kommt durch Dusseligkeit oder Dummheit oder Nachlässigkeit beim Umgang mit den teuren Geräten.

 

Wir bei RDE haben in unseren 20 Jahren SCSI Erfahrung noch nie erlebt, daß ein Blitzschlag durch alle Geräte hindurch die SCSI Chips gekillt hatte. Es ging immer nur, wenn überhaupt, bis zum ersten Schalt-Netzteil (gilt nicht bei alten analogen Netzteilen). Bei uns hatte es ein einziges Mal bei einem Jahrhundertgewitter die 15A Sicherungen in einer 2,2KW APC USV geschmolzen.

 

Da kommt noch was.

Gibt es Vorkehrungen ?

Die netzseitige Überspannung ist die häufigste Form dieses Problems. Diese Spannungspitzen können durch das Abschalten von z.B. großen Motoren oder Maschinen in benachbarten Werkstätten oder Fabriken kommen oder durch einen Blitzschlag im näheren örtlichen Umfeld herrühren.

 

Alle uns bekannten professionellen Notstromversorgungen (USV oder UPS genannt) haben am netzseitigen Eingangsteil einen Überspannungsschutz. Man könnte das auch als Blitzableiter bezeichnen. Bei uns hat es mehrfach funktioniert.

 

Wir nehmen die 150.- Euro lowcost Modelle ausdrücklich davon aus. Die sorgen nur für 5 Min. Reservestrom, weiter nichts. Erwarten Sie davon keine Wunder. Eine richtige Profi USV für Ihre Server von HP/Compaq oder APC kostet deutlich über 1000 Euro.

 

Rechts im Bild oben eine große ältere aber absolut professionelle 3 Kilowatt Compaq / Powerware USV, mit denen wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Darunter Bilder von unserer APC SU 2200RMI USV, deren Überspannungschutz zwar super funktioniert hatte, die aber andere dicke Probleme haben. Mehr über USVs steht auf der www.usedups.de Seite.

 

Auch professionelle große (alte) Telefonanlagen haben in den Netzteilen und in den Klemmleisten nach draußen solche Art von Glimmlampen, die im Überspannungsfalle einen Kurzschluß bewirken und damit die Endgeräte schützen (sollen).

 

Moderne Schaltnetzteile erzeugen aus der 230 Volt Netzspannung eine Gleichspannung, die dann mit 20 Kilohertz Taktfrequenz (oder mehr) zum Teil sogar in tausend Volt Höhe angehoben wird und dann erst auf die notwendige niedrige Gleichspannung, z.B. 5 Volt herunter geregelt wird. Diese Netzteile schützen alle dahinter liegenden elektronischen Bauteile recht gut vor netzseitiger Überspannung.

 

 

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